Cannabis auf Rezept CBD

Cannabis auf Rezept – Heilung aus der Natur

Aktuelle Beispiele zeigen uns erfolgversprechende Erfahrungen mit Cannabis als Heilmittel. Ob zur Behandlung von Epilepsie, chronischen Schmerzen oder sogar ADHS- die grĂŒne Pflanze – mit ihrem leider immer noch zweifelhaftem Ruf – bietet uns eine echte Alternative zur Chemie-Keule. Laut Studien der Harvard Medical School (HMS), befĂŒrworten 85% aller befragten Amerikaner die allgemeine Legalisierung von medizinischem Marijuana auf Landesebene, mehrere Millionen sind bereits Nutzer. Der am meisten verbreitete Anwendungsbereich liegt im Bereich der SchmerzbekĂ€mpfung. Medizinisches Marijuana ist natĂŒrlich kein Ersatz fĂŒr Morphium und Co bei extremen Schmerzen, doch kann im Bereich der chronischen Schmerzen, besonders im Alter, sehr erfolgreich sein. Noch dazu ist Marijuana sicherer als gĂ€ngige Schmerzmittel und Opiate: Es macht nicht abhĂ€ngig und eine Überdosierung ist unmöglich. Laut HMS ist der Effekt auf Nervenschmerzen und Schmerzen bei Multipler Sklerose besonders interessant, denn diese Schmerzen lassen sich mit gĂ€ngigen Mitteln nur schwer behandeln und auch ein gewisser Effekt zur Linderung der Symptome bei Parkinson, wurde bewiesen. Die Vielfalt der therapeutischen Möglichkeiten ist groß. Doch wie sieht es in Deutschland aus mit der ZugĂ€nglichkeit?

GrĂŒne Medizin in der Grauzone

Die Rechtslage fĂŒr Patienten in Deutschland ist noch relativ uneindeutig und macht es fĂŒr den Verbraucher hĂ€ufig schwer, den Überblick zu behalten. WĂ€hrend CBD-Öl bzw. medizinisches Cannabisöl immer beliebter und salonfĂ€higer wird, bleibt das medizinische Cannabis in einer Grauzone. Seit FrĂŒhjahr 2017 ist die medizinische Nutzung von Cannabis in Deutschland legal – Ă€hnlich wie in den USA. Dennoch ist nicht ganz eindeutig, welche Voraussetzungen Patienten mitbringen mĂŒssen um ein Rezept verschrieben zu bekommen, zudem gelten auch regionale Unterschiede. Es ist auch nicht immer sicher, welche Ärzte Cannabis verschreiben wĂŒrden oder wo es zu bekommen ist. Wichtige Faktoren, wie der Anbau und die Herkunft des Cannabis so wie eventuelle Richtlinien sind zwar noch unĂŒbersichtlich – aber im Folgenden fassen wir Dir das wichtigste zur Teil-Legalisierung zusammen.




AltbewÀhrt und trotzdem neu

CBD-Kaugummi, Medizinisches Cannabisöl Wirkung und Co. sind immer hĂ€ufiger in den Nachrichten und Zeitschriften zu finden doch die Idee, Cannabis in der Medizin zu benutzen ist natĂŒrlich nicht neu! Quellen belegen, dass diese Tradition bis ins Jahr 2737 vor Christus zurĂŒckgeht. Im alten China, wurde Patienten reines Cannabis zur Behandlung von Rheuma und Verstopfung ans Herz gelegt. Doch nicht nur Überlieferungen aus China sprechen fĂŒr den medizinischen Nutzen der Pflanze, auch Teile der letzten erhaltenen Schriften des alten Ägyptens berichten von den medizinischen Vorteilen der Cannabispflanze.
In der nicht allzu entfernten Geschichte der USA, tauchte Cannabis 1850 erstmalig in einem Dokument als Medizin auf und es folgte ein rechtliches Auf und Ab mit Verboten und erneuten Legalisierungen.
Interessanterweise, war Cannabis vor 1937 Bestandteil von ĂŒber 2000 sogenannter „patent medicines“ (verschreibungspflichtige Arzneimittel) und wurde mit der Erfindung der Spritze und Medikamenten wie Aspirin, schon bald obsolet.

Ein langer Weg

Das lang ersehnte Gesetz erlaubt es Ärzten nun, unter bestimmten Bedingungen Teile der Cannabispflanze (z.B. BlĂŒten und Extrakte) auf den Rezeptzettel zu schreiben. Diese Änderung macht es fĂŒr schwer kranke Patienten somit endlich einfacher, Cannabis zur Verbesserung ihres Wohlbefindens zu erhalten. Dies war schon vorher im Bereich des Möglichen, doch extrem umstĂ€ndlich. Schwer kranke Patienten mussten zuvor eine Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle im Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anfordern – und diese wurde natĂŒrlich nur in seltenen AusnahmefĂ€llen zugeteilt. Den Preis fĂŒr das Medikament mussten die Patienten außerdem selbst zahlen. Dies ist nun anders und wesentlich vorteilhafter fĂŒr den Patienten: Statt dem BfArM ist nun der Arzt der Mittelsmann und noch dazu können die Kosten von der Krankenkasse ĂŒbernommen werden.
Die Gesetzeslage fĂŒr den Cannabisbesitz außerhalb der medizinischen Notwendigkeit hat sich dennoch nicht verĂ€ndert und der Besitz steht laut §29 des BetĂ€ubungsmittelgesetzes weiterhin unter Strafe.

Beratung und Rezept

Jeder zugelassene Arzt hat die Erlaubnis, Cannabis zu verschreiben. ZusĂ€tzliche Qualifikationen und Voraussetzungen sind nicht nötig. Mit dem Rezept erhĂ€lt man nun entweder CannabisblĂŒten (bis zu 100 Gramm innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen), Extrakte oder bereits verarbeitete Arzneien. Mit dem Rezept kann man dann ganz einfach zur Apotheke gehen und es einlösen. Als Alternative zur Apotheke vor Ort, bieten sich vor allem allgemeine Online-Apotheken oder die „Cannabis Apotheke“ (online) an, um sich mit einem Kontaktformular, das Medikament nach Hause liefern zu lassen. Auch eine ausfĂŒhrliche Beratung ist online möglich.

Anbau und Preis

Zu Anfang der Legalisierung fĂŒr medizinische Zwecke in 2017, kam das Cannabis vor allem aus den Niederlanden oder Kanada. Dies Ă€nderte sich jedoch schnell und nun gibt es medizinisches Cannabis – made in Germany. Verschiedenste Anbieter werben mit Cannabis von deutschen Plantagen, angebaut unter strengen Sicherheitsvorkehrungen – fast vergleichbar mit dem Tresorraum einer Bank, wie manche beschreiben. Landwirte die Cannabis anbauen, dĂŒrfen dies nur unter einer strengen Sondergenehmigung, die besagt, dass es sich bei der angebauten Pflanze ausschließlich um eine bestimmte Faserhanf-Sorte handelt, deren THC-Gehalt kĂŒnstlich verringert wurde. Denn der THC Gehalt in der Pflanze liegt heute bei fast 20% – im Vergleich lag dieser in den 60ern noch bei einem Prozent.
In ganz besonders schweren FĂ€llen, ist es Patienten allerdings erlaubt, Cannabis unter strengsten Regeln selbst anzubauen.
Das BfArM richtete dafĂŒr eigens eine Cannabisagentur ein, die nun Anbau, Verarbeitung, Ernte,  QualitĂ€tsprĂŒfung, Lagerung, Verpackung, die Angeben der GroßhĂ€ndler, Hersteller und Apotheken kontrolliert. Auch die Menge die industriell angebaut werden darf, ist reguliert und liegt hĂ€ufig bei weniger als 800 kg jĂ€hrlich.

Wer kann es bekommen?

So mancher Patient/in fragt sich nun sicherlich, welche Bedingungen erfĂŒllt werden mĂŒssen, um ein Rezept zu erhalten. Eine der Voraussetzungen ist, dass bereits alle anderen Therapiemaßnahmen ausgeschlossen worden sind – das heißt, Cannabis sollte laut Gesetz die letzte Möglichkeit sein. Letztendlich entscheidet vor allem der Arzt, ob er eine Behandlung mit Cannabis fĂŒr angemessen befindet. Es muss außerdem eine Krankheit diagnostiziert sein, fĂŒr die Cannabis als Behandlungsmöglichkeit in Frage kommt. Allerdings liegen keine spezifischen Kriterien hierfĂŒr vor, was dem Arzt somit mehr Spielraum erlaubt, das Medikament zu verschreiben, falls er es fĂŒr richtig befindet. Dennoch ist der Preis fĂŒr medizinisches Cannabis in Deutschland noch immer relativ gesalzen. Der ungefĂ€hre Preis fĂŒr unverarbeitete CannabisblĂŒten liegt bei ca. 13-15€ pro Gramm. Noch teurer wird es als „verarbeitetes“ Arzneimittel, hier liegt der Preis schon bei 23-30€ pro Gramm. Ein ganz schöner Unterschied! Dieser kommt daher, dass die Apotheken die BlĂŒten vor Ort vor den Heimbedarf zermahlen und natĂŒrlich auch etwas verdienen wollen – somit ist der Preis der verarbeiteten Ware fast doppelt so hoch. Im internationalen Vergleich liegen andere LĂ€nder weiter vorne und können teilweise Preise von 1€ pro Gramm vorweisen (unverarbeitet). Sicherheit geht vor – bei dem Cannabis aus der Apotheke können sich Patienten sicher sein, auch garantiert reines Cannabis zu erhalten!>Ein Schritt in die richtige und wichtige Richtung – vor allem was die Behandlung chronischer Krankheiten angeht. Die Vermarktung und Akzeptanz fĂŒr medizinisches Cannabisöl (siehe auch: medizinisches Cannabisöl Wirkung) zeigt, dass es sich lohnt an den Wirkstoff zu glauben und Patienten eine echte Alternative zu gĂ€ngigen, teilweise gefĂ€hrlichen Medikamenten zu geben.

Überblick und eine Zusammenfassung :

  • Seit dem 01.03.2017 ist medizinisches Cannabis ist in Deutschland legal.
  • In Deutschland ist eine maximale Menge von 100 Gramm in 30 Tagen erlaubt.
  • Alle zugelassenen Ärzte dĂŒrfen es  medizinisches Cannabis verschreiben.
  • Allein der Arzt entscheidet, ob der Patient fĂŒr eine Therapie mit medizinischem Cannabis in ErwĂ€gung kommt.
  • ab Ende 2020 soll die Cannabisagentur den Anbau vom medizinischen Cannabis in Deutschland regeln.
  • Bei manchen FĂ€llen kann die Behandlung von der Krankenkasse ĂŒbernommen werden.
  • Bislang wurde das medizinische Cannabis aus Kanada und den Niederlanden bezogen.
  • Bei weiteren Fragen ist die zustĂ€ndige Anlaufstelle, das Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).




 

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